> Borreliose Lorenz

Martina Lorenz
Fachärztin für Neurologie & Psychiatrie
..............................................

Simeonsplatz 17
32423 Minden

        Borreliose
...............................................
        Neuroborreliose
...............................................
       
Multiplen Sklerose
...............................................
        Fibromyalgie
...............................................
        Orthomolekulare Med
...............................................
        Sekundäre
        Mitochondropathien

...............................................
        Multisystemerkrankung
...............................................
        Chronische
        Darmerkrankungen

...............................................
        Nitrosativer Stress
...............................................
        Oxidativer Stress &
        Neurotransmitter
  INFOTHEK

Chronische Darmerkrankungen

Zu den häufigsten chronischen Darmerkrankungen zählen der Morbus Crohn und die Colitis ulcerosa. Bei diesen Erkrankungen kommt es zu rezidivierenden Durchfällen, teils blutend.
Diese Darmerkrankungen unterscheiden sich von den anderen durch wiederkehrende und teils anhaltende kontinuierliche Krankheitsschübe, die auch ohne einen äußeren Anlass beginnen können. Beide Krankheitsbilder werden erst seit Beginn des 20. Jahrhunderts intensiver beobachtet. Die Zahl der Erkrankungen nimmt kontinuierlich zu, vor allem in Nordeuropa sind immer mehr Menschen betroffen – in Deutschland derzeit ungefähr 400.000 Menschen – Männer und Frauen mit etwa gleicher Häufigkeit. Die Krankheiten brechen besonders häufig im Alter von 15 bis 35 Jahren aus, können aber auch erst mit einem zweiten Gipfel ab einem Alter von 60 Jahren erstmalig Beschwerden verursachen.
Heilbar sind die chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen nicht, die Krankheitsschübe lassen sich jedoch mit medikamentöser Behandlung und einer Anpassung der Lebensgewohnheiten an Häufigkeit und Intensität reduzieren

 

Die Reizdarmsymptomatik
hingegen ist keine organische Erkrankung, d.h., dass der Entstehungsort nicht im Darm selbst liegt. Die Ursache ist bislang nicht geklärt, aber Stress gilt aus stärkster Triggerfaktor.
Es handelt sich hier um eine Funktionsstörung im Dünn-und Dickdarm, 20-30 % der Bevölkerung sind irgendwann einmal betroffen, der Erkrankungsgipfel liegt zwischen dem 20. Und 40. Lebensjahr und Frauen sind 50% häufiger betroffen als Männer.
Typisch ist das Auftreten von Bauchschmerzen, Stuhlunregelmäßigkeiten, Blähungen.
Das Auftreten ist chronisch oder chronisch-rezidivierend.
Zahlreiche Studien belegen eine Überempfindlichkeit des Magen/Darmtraktes. 
Eine zentrale Rolle scheint hierbei das sogenannte enterische Nervensystem zu spielen, auch „Bauchhirn“ genannt. Hier regeln ca. 100 Millionen Nervenzellen die Transportfunktion des Darmes.
Zahlreiche Hinweise sprechen dafür, dass die Darmflora  eine weitere Rolle spielt. Vergleichende Untersuchungen zwischen Reizdarmpatienten und Gesunden haben charakteristische Unterschiede aufzeichnen können. Entscheidend für eine intakte Darmflora ist die ausreichende Anzahl „guter“ Darmbakterien (z.B. Bifidobakterien). Die Gegenspieler der guten Darmbakterien sind krankheitsverursachende Darmbakterien. Überwuchern diese die bakterielle Flora und sinkt die Anzahl der guten Darmbakterien, insbesondere bestimmter Bifidobakterien, sind Darmprobleme „vorprogrammiert“. Magen-Darm-Beschwerden wie Bauchschmerzen, Verstopfung oder Blähungen – und damit die typischen Reizdarmbeschwerden – können die Folge sein.Die Darmflora wiederum steht in engem Kontakt mit dem enterischen Nervensystem.s.o.
Darmbarriere: Mittlerweile sind viele Wissenschaftler der Ansicht, dass eine geschädigte Darmbarriere die Hauptursache des Reizdarmsyndroms ist. Die Darmbarriere wehrt als „Schutzwall“ Schadstoffe und Krankheitserreger ab. Studien haben nachgewiesen, dass bei Patienten mit Reizdarmsyndrom die Barrierefunktion des Darms beeinträchtigt ist. Dadurch können Schadstoffe und Erreger in die Darmwand eindringen und winzige Entzündungen verursachen, die den Darm reizen. Die für Reizdarm typischen Symptome wie Verstopfung, Durchfall oder Blähungen treten auf. Diese Veränderungen kommen jedoch nicht nur beim Reizdarm, sondern z.T. auch bei chronisch entzündlichen Darmerkrankungen, Divertikulitis und Nahrungsmittelunverträglichkeiten vor

Nahrungsmittelunverträglichkeiten
Wie entstehen Nahrungsmittelunverträglichkeiten?
Das Immunsystem ist eine sinnvolle Einrichtung. Es verhindert Infektionen, die durch Bakterien, Viren, Pilze oder Parasiten hervorgerufen werden. Bei Unverträglichkeiten sieht dies anders aus: Der Körper antwortet auf eine fremde Substanz mit einer Abwehr-reaktion. Dies geschieht im Falle einer Unverträglichkeit auch bei ansonsten harmlosen Nahrungsmitteln. Schließlich wird diese Abwehrreaktion chronisch und beeinträchtigt Gesundheit und Wohlbefinden.
 Die Symptome einer Nahrungsmittelallergie / Nahrungsmittel Unverträglichkeit sind teilweise sehr unspezifisch und reichen von Schwellungen der Lippen sowie der Mund-und Rachen­schleimhaut bis hin zu allergischen Hautausschlägen,  Schnupfen oder Asthma.        Die Symptome im unteren Verdauungstrakt reichen von Bauchschmerzen, Bauchkrämpfen, Blähungen bis zu Durchfall oder Verstopfung.

Zu den Nahrungsmittel-Unverträglichkeiten zählen:
•    Unverträglichkeit von Kohlenhydraten wie Milchzucker, Fruchtzucker und  Zucker- 
      austauschstoffe wie Sorbit
•    Unverträglichkeit von Histamin
•    Unverträglichkeit von Gluten (Zöliakie)
•    Unverträglichkeit gegenüber Lebensmittelfarbstoffen, Konservierungsstoffen u.a.
•    verzögerte Typ-III-Allergie (IgG4-Antikörper gegen verschiedene Nahrungsmittel)

Für den Nachweis bzw. Ausschluss dieser Antikörper steht die Möglichkeit einer Blutuntersuchung auf die un­terschiedlichen IgG-Antikörper zur Verfügung.

Von allergologischen Fachgesellschaften (Positionspapier der Akademie für Allergologie und Klinische Immunolo­gie (EAACI)) wird die Untersuchung von IgG- und/oder IgG4-Antikörpern gegen Nahrungsmittel als unsinnig ein­gestuft und abgelehnt:
Diese Laboruntersuchungen seien für Patienten ohne Nutzen und unter Umständen aufgrund der daraus resultierenden Ernährungsempfehlung sogar schädlich. Es wird das Argument angeführt, dass diese An­tikörper im Rahmen der normalen Immunantwort lediglich widerspiegeln, was vorher gegessen wurde.
Diese Aussagen stehen in irritierender Weise im Widerspruch zu den Aussagen, die im aktuellen Positionspapier der allergologischen Fachgesellschaften aufgeführt werden: „der Nachweis allergenspezifischer IgG-Antikörper spielt ande­rerseits für die Allergiediagnostik durchaus eine Rolle. Ein Beispiel ist die Bestimmung präzipitierender, vorwiegend zur IgG-Klasse gehöriger Antikörper gegen Typ-III-Allerge­ne. (…) Die Bestimmung von IgG gegen Nahrungsmittel mag gelegentlich indiziert sein. Ein Beispiel ist der IgG-Nachweis gegen Weizengliadin zur Diagnose der Zöliakie (Glutenenteropathie).“
Allergo Journal 2009, 18, S. 270.
Trotz dieser irreführenden und widersprüchlichen Aussa­gen schließen sich dieser Ablehnungsargumentation lei­der häufig auch gesetzliche und private Krankenkassen an, letztendlich auch mit dem Ziel, Kosten zu sparen.
Aus komplementärmedizinischer Sicht ist es keine norma­le Reaktion des Organismus, wenn gegen Nahrungsmittel Antikörper gebildet werden. Mehrere klinische Studien be­legen, dass erhöhte Mengen an IgG-Antikörpern bei Mor­bus Crohn, Migräne, Übergewicht und Reizdarm eine Rolle spielen.
Das Auftreten der Antikörper gegen verschiedene Nahrungsmittel ist als Zeichen einer anormalen Abwehrreakti­on des Körpers zu werten, die bei einer vermehrten Durch­lässigkeit der Darmschleimhaut für Fremdantigene noch gesteigert wird.
Aus diesen Tatsachen leitet sich auch die Behandlungsstra­tegie ab, die einerseits auf einer Karenz der Immunreaktion auslösenden Nahrungsmitteln, auf der anderen Seite auf einer Behandlung der Darmschleimhaut beruht.

 

Martina Lorenz, FÄ Neurologie / Psychiatrie, Orthomolekularmedizin

 

1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11
       
• • • • • Willkommen  • • • • •  Über uns  • • • • •  Kontakt  • • • • •