> Borreliose Lorenz

Martina Lorenz
Fachärztin für Neurologie & Psychiatrie
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Simeonsplatz 17
32423 Minden

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Fibromyalgie

Übersetzt: Schmerzen der Muskelfasern.
Betroffen sind 3-4 % der Bevölkerung, also ebenso viele, wie an rheumatischen Erkrankungen leiden.

Symptome:
Schleichender Beginn von: Generalisiertem Schmerz, Durchschlafstörungen, extreme Abgeschlagenheit, Lärm-und Lichtempfindlichkeit, häufigen Hypoglykämien,  Reizdarm- Symptome, Nahrungsmittelunverträglichkeiten, Temperaturregulationsstörung,  Geruchsempfindlichkeit.

Die auslösende Ursache ist nicht bekannt, mögliche Auslöser sind extremer oder langanhaltender psychischer oder physischer Stress, chronische Infektionskrankheiten, chronische Belastung mit Umweltgiften oder Schwermetallen im Rahmen von Entgiftungsstörungen.
Eine weitere Rolle scheint eine gestörte Schmerzverarbeitung zu spielen.
Nach den sogenannten ACR-Kriterien liegt eine Fibromyalgie vor, wenn der Betroffene chronische (länger als 3 Monate) Schmerzen in verschiedenen Körperregionen hat, wenn mindestens 11 von 18 Tenderpoints positiv sind und andere Ursachen der Schmerzen ausgeschlossen sind.

Wissenschaftliche Untersuchungen ergeben, dass der Spiegel von Serotonin und seiner Vorstufe L-Tryptophan erniedrigt ist.
Die Substanz Somatomedin-C im Liquor ist erniedrigt, es wird normalerweise im Tiefschlaf vom Körper selbst erzeugt. Durch Störung des so genannten Non-Rem-Schlafs entsteht dieser Mangel an Somatomedin-C und es kommt in der Folge zu Spannungsstörungen der kleinen Blutgefäße. Es besteht eine enge Korrelation zwischen den Spiegeln dieser Substanz und der Stärke des Druckschmerzes der Tenderpoints.

Eine weitere Substanz ist die Substanz P im Rückenmark. Diese ist im Rahmen der Fibromyalgie erhöht, dadurch wird die Schmerzweiterleitung an das zentrale Nervensystem (ZNS) erhöht. Im Immunsystem findet ein TH1 – TH2- Shift.

Es finden sich darüber hinaus Störungen der Verhältnisse der Botenstoffe Melatonin und Serotonin. Es zeigt sich eine Erniedrigung der Schilddrüsenhormone.
Die nächtlichen Cortisolspiegel sind erhöht und der Wachstumshormonspiegel erniedrigt. Durch eine Erhöhung des Cortico-Releasing-Hormoms (CRH aus dem Hypothalamus)  zeigt sich vermehrtes Auftreten von Angst und Depression.  Im EMG zeigt sich eine paradoxe Reaktion der Muskeln in Anspannung. In der Muskelbiopsie findet man unspezifische Faserveränderungen.
Diese interessanten Kausalitäten bei der Fibromyalgie  sollten endgültig dazu führen, von der Vorstellung abzurücken, dass es sich bei der Erkrankung um eine rein psychogene Reaktion handelt.
Die Vielzahl der Symptome, die auch den Symptomen einer chronischen Borreliose ähneln, ist jedoch auffällig.

Therapeutische Optionen:

Ein amerikanischer Kollege, Endokrinologe, Dr. St. Amands hat eine Theorie aufgestellt, die besagt, dass Fibromyalgie ein Gendefekt ist, der verhindert, dass bestimmte Stoffe (Phosphate, Calcium oder  Natrium) ausreichend über die Nieren ausgeschieden werden können.
Der richtige Phosphatspiegel im Blut aber ist für das Funktionieren des Organismus sehr wichtig, deshalb wird das überschüssige Phosphat sicherheitshalber aus dem Blut entfernt und wegtransportiert. Es wird in Muskeln, Sehnen und Knochen eingelagert. Auch die Kraftwerke der Zellen (Mitochondrien) sind von überflüssigem Phosphat verstopft, was zu einer gestörten Energiegewinnung führt und die chronische Müdigkeit erklärt.

Der Kollege vermutet weiter, dass der Körper Wasser  in die Zellen einbringt, um die eingelagerten  Stoffe zu verdünnen. Dies sichert das Überleben der Zelle, aber die Wassereinlagerungen drücken auf Nerven und Schmerzrezeptoren und verursachen so die typischen Schmerzen. 

Guaifenisin ein Pfanzenstoff, be­wirkt nach Dr. St. Amand, dass der Körper nun endlich in die Lage  ge­bracht wird  die über die Jahre eingelagerten Stoffe aus den Zellen herauszulösen (in dem er zusätzliches Was­ser in die Zellen einbringt) um sie schließlich über die Nie­ren auszuscheiden. Allerdings be­wirkt das zu­sätz­li­che Was­ser wie­der­um vorübergehend einen verstärkten Druck auf die Schmerzfasern - die Fibromyalgieschmerzen verstärken  sich zeitweise. Dies wird als  Ausschwemmschub bezeichnet.
Was aber über Jahre und Jahrzehnte eingelagert wurde, kann nicht in kurzer Zeit ausgeschwemmt werden. Daher braucht man viel Geduld.

Ob diese Theorie stimmt, wissen wir nicht. Nichtsdestotrotz steht  Guaifenesin als bisher einziges, wirkungsvolles Mittel gegen Fibromyalgie zur Verfügung, unabhängig welcher Wirkungsmechanismus letztendlich zugrunde liegt.

 

Martina Lorenz, FÄ Neurologie / Psychiatrie, Orthomolekularmedizin

 

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