> Borreliose Lorenz

Martina Lorenz

Fachärztin für Neurologie & Psychiatrie
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Simeonsplatz 17
32423 Minden

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Nitrosativer Stress

Nach einer These von Prof. Martin Pall, Washington State University ist Stickstoffmonoxid (NO)  ein freies Radikal, das in fast allen Zellen des menschlichen Körpers gebildet wird.
In Verbindung mit Sauerstoff reagiert es zu Nitrit und Nitrat.
Die Bildung von N0 erfolgt durch das Enzym N0-Synthetase, als Nebenprodukt entsteht Citrullin und Wasser.

Der Nachweis von Citrullin im Urin ist ein Marker für die N0-Bildung

Stickstoff ist ein wichtiges Element, welches in zahlreichen Stoffwechselprozessen eine Rolle spielt. Eine erhöhte N0-Bildung wirkt sich jedoch gravierend auf die Funktionsfähigkeit verschiedener Organe aus.

Ausgelöst wird eine vermehrte NO-Bildung vor allem durch Entzündungsreaktionen
( Zytokine wie IL 1, IL 6, IL 8, TNF-alpha, IFN gamma).

Weitere Ursachen einer erhöhten N0-Produktion sind Chemikalien, Schwermetalle, Medikamente, Nikotin, physischer und psychischer Stress, Bewegungsmangel oder starke körperliche Belastung.
Auch Stickstoffdünger in der Landwirtschaft, Lebensmittelzusätze, Konservierungsstoffe, Blattgemüse und Wurzelgemüse und viele Kohlehydrate begünstigen die Anhäufung von N0.

Auswirkungen: Hohe Mengen an NO hemmen Enzyme der mitochondrialen Atmungskette.
( Mitochondrien sind das Kraftwerk einer Zelle). Dadurch kommt es zu einem Mangel oder gar Verlust von
ATP (Energie). Im Extremfall kann dieses zu einem Absterben der Zelle führen.
Das Energiedefizit bewirkt, dass Aminosäuren, Fette und Eiweiß nicht mehr energetisch verwertet werden.
( Citratcyclus = der zentrale Stoffwechsel in unserem Körper) .
Fettsäuren und Kohlehydrate  können nicht mehr adäquat abgebaut werden.

Eine NO-Synthesesteigerung hat auch negative Auswirkungen auf die Entgiftungssysteme:
Anhäufung von toxischen Metaboliten. ( Durch Blockierung der Glutathionsynthese)

Durch NO kann durch eine Blockierung des Cholesterinabbaues in der Leber eine diätresistente Hypercholesterinämie entstehen.

Vitamin B12 ist ein Gegenspieler des NO. Bei einem entsprechenden Mangel kommt es zu einer Anhäufung von Homocystein ( cardiovasculärer Risikofaktor) sowie zu einer weiteren Schwächung des Citratcyclus.

NO erhöht die Entzündungsbereitschaft des Körpers! Diese Entzündungsreaktionen laufen auch ohne Anwesenheit eines Erregers ab und befallen vor allem Gelenke, Wirbelsäule und Haut.

NO erhöht die Histaminbildung. Die Durchlässigkeit der Blut-Hirnschranke wird erhöht.
NO steigert die Bildung von krebserregenden Nitrosaminen.

NO zeigt eine starke Affinität zu eisenhaltigen Enzymen. Dadurch resultiert eine  Beeinträchtigung des Schilddrüsenstoffwechsels sowie der Hämsynthese (Blutbildung).

Durch den NO-Überschuss entsteht das Folgeprodukt Peroxinitrit.
Peroxinitrit ist hochtoxisch, hemmt die Atmungskette, zerstört die Mitochondrienmembranen u. stört den Tryptophan -und Tyrosinstoffwechsel ( Neurotransmitter und Hormonsynthese).

Tryptophan  übt eine wichtige Funktion im Leberstoffwechsel aus.
Es ist Ausgangssubstanz für die Serotonin- und Melatoninbildung.

Serotonin ist ein wichtiger Neurotransmitter (Botenstoff). Er steuert die Stimmung, wirkt aufhellend, schmerzhemmend und entspannend.
Es reguliert die Weite der Blutgefäße, regt die Darmperistaltik an, fördert die Blutgerinnung.

Melatonin reguliert den Schlaf-Wachrythmus, reguliert den Schlaf, fungiert als Radikalfänger .

Thyrosin ist Ausgangssubstanz der Katecholamine Noradrenalin und Adrenalin (Steigerung des Blutdruckes und der Herzfrequenz), sowie Dopamin ( Durchblutung der inneren Organe, Beeinflussung). Thyrosin ist weiterhin Vorläufer von Tyroxin (T4) und Melanin.

Diese komplexen Funktionsstörungen können zu chronischem Müdigkeitssyndrom, der multiplen Chemikalienunverträglichkeit, Fibromyalgie und chronischen Infektionen wie der Borreliose oder EBV führen!

Die unzureichende Energiekapazität äußert sich in einer extremen physischen und psychischen Erschöpfung mit immer länger werdenden Erholungsphasen.
Das Konzentrationsvermögen ist stark eingeschränkt, Ausdauerleistungen sind kaum noch möglich.

Die Betroffenen leiden unter einer chronischen Immunschwäche  mit rezidivierenden und therapieresistenten  Infekten.

Die Firma Ganzimmun startete in 2008 unter der Leitung von Dr. R. Kirkham, Dr.G.Rademacher-Reuter sowie M. Amon eine Pilotstudie zu diesem Thema.
Ziel dieser Studie war es einen Zusammenhang zwischen einer chronischen Borellieninfektion und der Entstehung von Nitrostress nachzuvollziehen.

Die Ergebnisse:  Bei 76,5  % der Probanden wurde ein vermehrtes Wachstum von Clostridien ( krankmachende Darmkeime) nachgewiesen. Dabei waren in allen Fällen die physiologischen Darmkeime ( Bifidobakterien und Bacteroides) vermindert.

Bei 84,4 % der Teilnehmer wurde eine erhöhte Ausscheidung von Nitrophenylessigsäure, bei 62,5 % von Citrullin festgestellt. 43,8 % wiesen eine erhöhte Konzentration von Methylmalonsäure im Urin auf. Letzteres beweist einen Mangel an Vit. B 12.

Die Probanten mit den höchsten Ausscheidungswerten zeigten auch die niedrigsten Nährstoffkonzentrationen von Vitamin  B 3, 5, 6, 12, Vitamin D, Magnesium, Zink, Kupfer, Eisen, Selen, Carnitin und Q 10 auf.

Fazit: Nitrostress steht mit chronisch – entzündlichen Erkrankungen (z.B. einer chronischen Borreliose) in Zusammenhang.

Die Nitrostress-These ist eine Erklärung für viele Symptome, die im Rahmen der chronischen Borreliose vorkommen.

Insbesondere erklärt dieses Modell, wie es zu zahlreichen neurologischen und psychiatrischen Funktionsstörungen kommt.

Dieses Erklärungsmodell räumt endgültig  mit der Behauptung auf, dass es sich bei vielen dieser Beschwerden um „psychosomatische“ Störungen handelt.

Entsprechend der nachgewiesenen Mangelerscheinungen kann eine causale, d.h. ursächliche Therapie durchgeführt werden.

Martina Lorenz, FÄ Neurologie / Psychiatrie, Orthomolekularmedizin

 

 

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